Was macht Menschen arm?


 

whenKurze aber sehr komplexe Frage, die viele aktuelle Weltprobleme anschneidet. Hier ein paar Anregungen:

  1. Alleine im 21. Jahrhundert, also in den letzten 14 Jahren gab es weltweit dutzende Kriege die mehrere hundert Millionen Menschen direkt betroffen haben. Die Nachwirkungen bleiben natürlich jahrzehntelang spürbar.
  2. Millionen Menschen wurde Land weggenommen, sodass Subsistenzwirtschaft nicht mehr möglich ist.
  3. Unser Geldsystem ist so aufgebaut, dass es nur wenige Gewinner und viele Verlierer gibt;
  4. Dem reichsten Prozent gehört 40% des weltweiten Reichtums aber den ärmsten 20% fast nichts…
  5. Großgrundbesitzer in Entwicklungsländern produzieren meist für den Export und sparen bei den Mitarbeitern. Zudem werden die Arbeiter und die Böden durch Pestizide / Überdüngung vergiftet und ausgelaugt.
  6. Dadurch sinkt natürlich auch für uns die Qualität der Nahrung.

Alleine diese vier offensichtlichen Tatsachen verdeutlichen schon viele der Probleme.

…und sie nähren sich gegenseitig! Ein weiterer Teufelskreis.

Großgrundbesitz bedeutet Enteignung

Hunger existiert wegen:

  1. Kolonialisierung und dem anschließenden, subtileren monopolistischen Kapitalismus. So wurden hunderte Millionen enteignet und von ihrem Land vertrieben.
  2. Auf diesen neuen Großplantagen wird von armen Ländern für reiche Länder produziert, da es keinen lokalen Markt gibt wegen zu geringen Löhnen.
  3. So sind die Landbesitzer abhängig von den Industrieländern und bereit all die natürlichen Ressourcen aufzubrauchen… Eigennutz und Gier statt Weitblick und Vernunft.

Dieses System wird aufrechterhalten indem die unterbezahlten, kolonialisierten Gesellschaften ihre Arbeit unter ihrem wahren Wert verkaufen müssen. Sie haben keine Möglichkeit aus diesem Teufelskreis auszubrechen.

Kann Hunger eliminiert werden?

  1. Die enteigneten, schwachen Menschen müssen geschützt werden vor den hochorganisierten und legal agierenden, internationalen Firmen.
  2. Enteignete müssen Land zurückbekommen wo sie Subsistenzwirtschaft betreiben können oder für den Export.
  3. So könnten die bisher ärmsten für sich selbst genügend Kalorien anbauen, mit einer Ernährung bestehend aus viel Getreide, Reis, Gemüse und Obst; und nur wenig Fleisch und Fisch.
  4. Wenn nun auch die Industrieländer auf eine solche Ernährung umstellen würde, gäbe es mehr als genug Nahrung für jeden!”

J.W. Smith, The World’s Wasted Wealth 2, Institute of Economic Democracy, 1994

Leider, und ich sage es nicht gerne, ist das mit dem momentanen Zeitgeist unserer Gesellschaft und im aktuellen System eine utopische Phantasie.

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